In den Social Media sehen wir vor allem glückliche und
erfolgreiche Menschen. Jeder will gut wirken und mit Leid,
Trauer oder Schmerz möchte sich keiner auseinandersetzen.
Doch das Leben besteht aus wunderbaren Gegensätzen, wie
Liebe und Hass, Freude und Leiden, Leben und Tod. Mir war
es wichtig, Schönheit und Faszination für etwas zu teilen, was
die meisten Menschen gerne verdrängen oder nicht sehen
wollen – dem Schmerz.
Dazu habe ich mich in die BDSM Szene begeben, da der
Schmerz hier zelebriert wird. Die Spuren, die dabei auf dem
Körper entstehen, werden mit Stolz getragen. Dabei geht es
vor allem um Hingabe, Leidenschaft und das Überwinden von
Grenzen.
In meiner dokumentarischen Fotografiearbeit gewähre ich dem
Betrachter einen authentischen Blick in diese intimen Momente.
Dabei sind alle Fotos während einer Session entstanden und
geben unverfälscht wieder, wie gespielt wurde.
Mein Ziel ist, dem Betrachter meiner Bilder die Emotionen hinter
dieser bizarren Welt zu präsentieren und die Bedeutung dieser
Spuren und die Hingabe einzufangen. Um das zu verstärken,
habe ich die Paare zu der Frage „Was ist für dich Schönheit
im Schmerz?“ zitiert.
Ich möchte Authentizität in der BDSM Welt zeigen und
einen Einblick in die Faszination des Schmerzes durch die
dokumentarische Fotografie dieser sehr persönlichen Szenarien
bieten.